Der Autor

Heyho!

Eine neue Kategorie auf dem Blog. Ich verspreche schon lange einen Artikel über verschiedene Communitys, bin aber durch das ganze Drumherum nicht wirklich motiviert, da ich doch immer wieder neu in die Materie einlesen und recherchieren muss. Zudem kommt, dass einige Communitys sich stark gewandelt haben und ich trotzdem Material für euch bringen möchte. Nachdem ich nun etwas Zeit hatte, habe ich eine Kurzgeschichte verfasst. Es dient rein zur Unterhaltung und soll keine tieferliegenden psychologischen Probleme behandeln. Ähnlichkeiten zu Real existierenden Personen sind frei erfunden. Ich habe die Geschichte in einer Pause bei der Arbeit geschrieben. Copyright liegt demnach wohl auch hier – Geistiges Eigentum und so. Und nun wünsche ich euch viel Spaß!

Seufzend legt Sigfried die Feder weg. Seit 28 Jahren ist er Schriftsteller und hat schon viele Bücker und Geschichten geschrieben, doch das ist die erste seiner Erzählungen, die auf einer wahren Begebenheit basiert.

Er saß wie fast jeden Morgen im Caféhaus an der Ecke und schrieb ein paar Zeilen einer Kurzgeschichte. Das war sein Ritual. Manchmal brauchte er einen oder zwei Tage für eine solche Geschichte, manches Mal auch zehn, aber an diesem Morgen wollte ihm gar nichts so wirklich gelingen. Eine neue Geschichte, aber kein Anfang erschien ihm spannend genug, keine Geschichte fesselte ihn. Er legte also seine Feder weg, griff nach der Kaffeetasse und hob sie zum Mund. Die Tasse berührt die Lippen und gerade, als die ersten Tropfen Kaffee seine Lippen benetzten, hörte er einen Schrei.
Erschrocken lies er die Tasse fallen, der Kaffee ergoss sich gleichermaßen über Tisch, Papier und seine Hose. Plötzlich noch ein Schrei, viel lauter, dann ein Knall und genau so plötzlich war es Totenstill.
Zitternd sah Sigfried sich um. Er war alleine. Die Kellnerin und der andere Gast waren weg. Er konnte nicht einmal sagen, seit wann sie schon fehlten. Also stand Sigfried auf und ging am Tresen vorbei zu den Toiletten. Er betritt das Herren-WC und sieht sich dem vorderen Ende einer Pistole gegenüber. Den Mann kann er aber nicht erkennen. Er trägt eine Maske. Das Hemd. Es könnte der Gast von vorhin sein, aber Sigfried ist sich nicht sicher. Hinter dem Mann, auf dem Boden, liegt die Kellnerin, in einer Blutlache, den Kopf zur Tür und die Augen weit aufgerissen, ängstlich, erschrocken, Sigfried muss sich übergeben.
Der Mann drängt ihn wortlos zur Tür raus und zwingt ihn an den Tisch neben Sigfrieds Kaffeekatastrophe. Er reicht ihm ein Blatt Papier und einen Stift. Mit der Pistole an der Schläfe soll Sigfried einen Abschiedsbrief schreiben. Als er seine Unterschrift darunter setzt, drückt der Fremde ab.

Glas zerspringt, ein Knall, Sigfried fällt vom Stuhl, liegt am Boden.

Nach einem kurzen Moment realisiert er: Es ist nicht vorbei. Sigfried schlägt die Augen auf. Der fremde Mann liegt auf der anderen Seite des Stuhls. Der Schuss ging daneben. Hinter dem Körper des Mannes steht die blutüberströmte Kellnerin. Sie war schwer, aber nicht tödlich verletzt und schlug mit letzter Kraft eine Glasvase gegen den Hinterkopf des Mannes. Zitternd bricht sie zusammen.

Wenig später wird die Kellnerin ins Krankenhaus gebracht und der Mann in Handschellen von der Polizei abgeführt. Sigfried macht sich, nach seiner Befragung, auf den Weg nach Hause, kocht sich Kaffee und schreibt seine Erlebnisse auf.

9. Juni 2016, Wolfgang ‘ABSEUDUS’ Müller

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