Die Kunst des Denkens

Ich habe bereits in einer Rome II-Folge darüber gesprochen, naja, angefangen und möchte das jetzt etwas weiter ausbreiten. Was ist ‘denken’ überhaupt? Wie denkt man richtig? Warum sind wir alle dazu fähig, aber nicht alle erlernen es? Wie kann man überhaupt denken lernen? Ich möchte aber vorneweg wieder darauf hinweisen, dass der Artikel aus der Recherche aus verschiedenen Quellen, aber zum größten Teil aus eigenen Denkprozessen entstanden ist. Ich erhebe also keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit.

Zuerst müssen wir uns aber der Frage stellen, was ‘Denken’ überhaupt ist. Klar, es ist ein Prozess in unserem Kopf, aber was passiert dabei? Dazu möchte ich, einmal mehr, etwas ausholen. Denken ist ein abwägen oder überlegen verschiedener Optionen und Möglichkeiten in allen Situationen. Ganz egal, ob es dabei um eine Tätigkeit und deren Ausführung geht, oder ganz einfach um die Wahl der passenden oder richtigen Worte, die man zu jemandem sagen möchte. Ohne zu denken gäbe es relativ schnell folgende Aktionen beziehungsweise Reaktionen, die einfach angelernt und auf quasi Anfrage ausgeführt werden. Das kann man auch sehr schön mit den 4 Ebenen einer Aussage verknüpfen – also dem 4-Ohren-Modell (von Schulz von Thun), von dem manche bestimmt schon gehört haben. Grundsätzlich kann man mit dem Satz „Der Wasserkrug ist leer.“ vier Interpretationen verbinden. Einerseits natürlich kann ich mir denken, dass die Person möchte, dass ich den Krug auffülle. Es kann in zweiter Hinsicht auch Kritik an mir sein, die ich so verstehen kann, dass ich zu dumm/langsam/unaufmerksam bin, den Wasserkrug rechtzeitig aufzufüllen. Ich kann mir in dritter Ebene aber auch selbst offenbarend klar machen, welchem Menschen ich gegenüber sitze. Ist er durch diese Aussage vielleicht Faul in meinen Augen, weil er den Krug nicht selbst auffüllt? Kommandiert er gerne herum? Was denkt er sich selbst dabei, wenn er diese Aussage macht? Zu guter Letzt kann es auch einfach eine reine Information sein, die ich einfach so stehen lassen kann – wie den Krug – weil sowieso keiner mehr Wasser möchte.

Beim Denken kann ich also zum Beispiel zwischen diesen vier Optionen unterscheiden. Natürlich ist das bei weitem nicht alles und die Selbstoffenbarungsebene ist bei diesem Beispiel eine eher ungünstige Möglichkeit, auch, wenn gerade Philosophen gerne dazu neigen, sich dieser Ebene in den absurdesten Alltagssituationen zu bedienen. Hat man aber automatisch den Reflex, dass man auf den Satz „Der Wasserkrug ist leer.“ aufspringt und den Krug erneut befüllt, denkt man darüber nicht mehr nach, sondern lässt eine angelernte oder eingeübte Abfolge an Aktionen erfolgen, die der Körper vielleicht schon fast von selbst erledigt.

Man kann also sagen, Denken ist die Fähigkeit, seine Optionen abzuwägen und die, dem Anschein nach, klügste oder beste Möglichkeit zu wählen. Demnach ist das Gegenteil von Denken nicht Dummheit, sondern eher die Unfähigkeit oder der Unwille, die eigenen Entscheidungen zu durchdenken. Das kann vielerlei Ursachen haben, liegt zumeist aber daran, dass diese Menschen als Kinder alles vorgelegt bekommen haben, sich von klein an an strikte Regeln haben halten müssen, zu naiv erzogen wurden und einfach dem schlagkräftigsten Argument nachlaufen – sprich, sie mussten sich nie wirklich selbst entscheiden.

Jetzt wissen wir also, in welchem Radius wir uns bewegen. Wir haben definiert, was Denken ist und was das Gegenstück dazu ist – zumindest in einem für uns ausreichenden Ausmaß. Die nächste Frage, die sich an diesem Zeitpunkt (zumindest mir) aufdrängt, lautet: „Kann man Denken jetzt lernen oder nicht?“

Grundsätzlich ja, man kann lernen, zu denken. Viele erlernen das automatisch im Laufe ihrer Kindheit oder frühen Jugend. Andere steigen erst etwas später auf diesen Zug auf, da sie bis zu einem gewissen Punkt von ihren Eltern auf Schritt und Tritt behütet wurden und ihnen damit keine Wahl in dieser Form gelassen haben. Es ist in jedem Fall ein langwieriger Prozess, der in der Kindheit definitiv weniger auffällt, als bei Erwachsenen. Wir rechnen Kindern grundsätzlich und vorsätzlich weniger hohe Intelligenz an und sind dabei oft erstaunt, wenn sie Dinge können oder wissen, die wir ihnen in ihrem Alter gar nicht zutrauen würden. Es fängt mit wirklich banalen Dingen an, wie zum Beispiel „Binde ich mir heute wieder den rechten Schuh zuerst zu, oder fange ich heute Mal ausnahmsweise mit dem linken an?“ Man kann also auch sagen, dass Denken uns das ausbrechen aus „altbewährten“ Bahnen ermöglicht und uns damit Neues sehen lässt. Natürlich ist das beim Schuhe zubinden nicht unbedingt spannend, aber beim Weg zur Schule oder zur Arbeit kann man vielleicht schon das eine oder andere positive Erlebnis haben, in dem man einfach einen Weg entdeckt, mit dem man sich vielleicht fünf Minuten spart oder an einem Bäcker vorbeikommt, den man vorher vielleicht nicht einmal kannte und bei dem man sich dann täglich Frühstück holen kann.

Denken ermöglicht es uns Individuell zu werden, nicht den allgemein gültigen Bahnen, wie auf Schienen, zu folgen, sondern einfach Mal vom Weg abzukommen und unser Leben neu zu gestalten. Wer sich jetzt denkt „Diese Beispiele sind doch Blödsinn und niemand denkt dabei nach.“, der sollte vielleicht Mal darüber nachdenken, ob diese Beispiele wirklich so dumm sind, wie sie am ersten Moment erscheinen, aber ich gehe auch hier direkt darauf ein. Wer sich diese Fragen nicht beantworten kann, wird langfristig kaum Entscheidungen treffen können. Setzt man eine solche Person in ein Restaurant und lässt ihr freie Wahl auf der Speisekarte, so wird sie sich mit sehr, sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Gericht aussuchen, welches er/sie kennt und von dem er/sie weiß, dass es ihm/ihr schmeckt. Experimente, die Entscheidung etwas neues zu versuchen wird wohl kaum im Raum stehen. Natürlich sind nicht alle, die sich immer im Restaurant dasselbe bestellen, Gedankenlos. Manchen schmeckt auch einfach das Lieblingsgericht so gut, dass sie etwas anderes gar nicht in Erwägung ziehen, weil es ihnen nie so gut schmecken kann, wie eben jenes Leibgericht.

Man kann diese Beispiele jetzt ins Endlose fortführen, aber das überlasse ich lieber eurer Fantasie und euren Denkprozessen. Abschließend möchte ich noch sagen, dass nicht jeder, der nicht so entscheidet, wie ihr es in einer Situation tun würdet, nicht denkt. Vielleicht hat er nur andere Voraussetzungen oder Erwartungen als ihr und entscheidet sich deswegen anders. Hinterfragt also auch Entscheidungen von anderen und versucht, zu verstehen, warum diese so denken oder diese Entscheidung getroffen haben.

Wortlänge 1025 ohne diesen Endabsatz. Ich freue mich über Kritik, Feedback, Meinungen, Ergänzungen, etc. in den Kommentaren.

Have fun!

4 Jahre Let’s Play

Heyho!

Es ist schon wieder ein Jahr her, dass wir hier das dreijährige Jubiläum gefeiert haben. Die Zeit verfliegt wahnsinnig schnell und hinterlässt kaum Luft zum atmen. Doch auch 4 Jahre sind ein Grund zum Feiern – auch wenn es dieses Jahr nicht so spektakulär wird, wie die Spezialwoche des letzten Jahres.

Es wird einen Livestream geben, am Samstag, dem 28. März 2015 und zwar starten wir um ca. 14 Uhr los. Gespielt wird wohl hauptsächlich Hearthstone und ich lasse das Ende einfach Mal offen stehen. Je nachdem, wie es läuft und wie viele Zuseher da sind, gibt es unterschiedliche größere und kleinere “Events”, vielleicht auch Gewinnspiele.

Ich freue mich auf jeden Fall darauf, mit euch zu feiern.

Have fun!

Die (Un-)Gunst der Idiotie

Ich habe vor einiger Zeit angekündigt einen Artikel über Dummheit und vorzeitiges Aufgeben zu schreiben. Dieser folgt nun endlich, nach ziemlich langer Aufbereitungszeit. Ich habe immer wieder Dinge korrigieren und ausbessern müssen. Dies war nun der bislang aufwändigste Artikel der Philosophie-Rubrik. Vor allem zeichnet er sich dadurch aus, dass es einen relativ langen Denkvorgang gibt, bevor es zum eigentlichen Thema kommt.
Viel Spaß damit!

Wahrscheinlich wird dies bis zu einem gewissen Grad jeder von euch kennen, aber mir ist es vor einigen Tagen erst bei meinem Besuch auf einem öffentlichen Amt wieder aufgefallen. Da gibt es Menschen, die ab einem gewissen Punkt aufgeben und einfach nicht mehr weiterkommen wollen oder können. Doch dadurch, dass es andere Menschen gibt, die weiterkommen und sie dadurch überholen, fallen sie immer weiter im Leben zurück. Es gibt da einige spezielle Kandidaten und viele davon findet man in der mittleren und unteren Bevölkerungsschicht, denn die wenigen, die in den oberen Rängen anfangen, so zu leben, werden relativ schnell abgefangen, beziehungsweise fallen in die unteren Ränge ab. Aber was genau meine ich damit und wie sieht dieser ‘Motivationsverfall’ aus?

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, dieses ‘Aufgeben durch Idiotie’ zu bewerten. Es gibt die Klassiker, die einfach dadurch, dass sie ein Ziel sehen, aber den Weg dorthin nicht finden, zu schnell aufgeben und durch die Niedergeschlagenheit andere Ziele gar nicht erst in Angriff nehmen wollen. Versteht mich jetzt bitte nicht falsch, aber diese ‘Idiotie’ ist Faulheit und kann uns alle betreffen – mich trifft sie auch manches Mal. Man sucht sich einfach einen Weg und geht ihn, bis zu einem Hindernis. Wenn man da nicht die Augen nach einem Umweg oder sogar einer möglichen Abkürzung offen hält, kann man allerdings relativ schnell die Kehrtwende einläuten und nach Hause gehen. Wenn man jetzt an einem solchen Hindernis umdreht, hat man versagt, das Gefühl macht sich breit und man verliert, wie schon einmal erwähnt, die Motivation, einen neuen, anderen Weg auszuprobieren, oder sogar denselben noch einmal zu starten.

Wenn ihr treue Leser seid, merkt ihr nun bestimmt schon, dass der Artikel stark in Richtung eines alten Artikels geht – und zwar “Die eigenen Grenzen überwinden”, und in gewisser Weise hat es damit auch zu tun, allerdings geht es dieses Mal um diejenigen, die Umdrehen und nicht weitergehen. Leider gibt es immer wieder Fälle, in denen beim geringsten Widerstand aufgeben und dementsprechend rumliegen. Doch irgendwie müssen sie weiter durch das Leben kommen und spätestens dann stoßen sie immer wieder auf ihr altbekanntes Problem – ein Hindernis, welches sich nicht so leicht aus dem Weg räumen lässt und als erfahrene Aufgeber machen sie das einzig erlernte – aufgeben.

Spannend dabei ist auch der Sinn der Gerechtigkeit und das Verständnis für Logik dadurch leicht verdreht werden. Diese Personen bekommen oft den Eindruck, dass die Welt sie Ungerecht behandelt und alle anderen bevorzugt. Insofern ist es dann nicht verwunderlich, dass sie immer öfter in Depressionen verfallen, bis sie eines Tages entweder in Wut ausbrechen und rumwüten oder der Trauer verfallen und den Freitod wählen. Eine weitere Möglichkeit, diesen Frust abzulassen, bevor es so weit kommt, ist das Zuschieben der Schuld auf andere Personen oder Personengruppen. Oftmals werden dafür ethnische Minderheiten oder gesellschaftliche Randgruppen ‘missbraucht’. Auch die Politik nutzt dieses Verhalten gerne, um gewisse Bevölkerungsgruppen schlecht zu machen oder aus dem Land zu jagen. Aber das bringt uns wieder in andere Thematiken, die ich dieses Mal eigentlich nicht behandeln wollte.

Jetzt stellt sich aber die Frage, was kann ich tun, wenn ich an ein solches Hindernis komme, wo ergeben sich Vorteile darin, aufzugeben und wo sind die Nachteile? Bevor ich jetzt gelyncht werde, weil ich Vorteile im Aufgeben suche, lasst mich bitte erklären, denn das ist wohl durchdacht und basiert auf vielen persönlichen Erfahrungen, aber auch aus Erzählungen und Gleichnissen. Der erste – und vermutlich auch größte – Vorteil beim aufgeben besteht daraus, dass man auf Distanz gehen kann. Man kann seinen Weg und das Hindernis überdenken und eventuell neue Wege finden und Pläne schmieden. Wenn man diese Fähigkeit hat, diese Distanz zu seinem Vorteil zu nutzen, hat man schon halb gewonnen – man hat ja schließlich immer noch sein Ziel und kann es verfolgen. Noch ein Vorteil darin findet sich dadurch, dass man sein Ziel an sich nochmal überdenken kann. Vielleicht ist das Hindernis für mich selbst wirklich unüberwindbar, weil mir einfach eine bestimmte Fähigkeit fehlt, die ich hier benötige. Sei es, zum Beispiel bei mir, die monotone Stimme, die ich loswerden musste, als ich mit den LPs angefangen habe. Im Moment schlägt hier ja auch wieder etwas die Lautstärke durch… …improvement incoming!

Doch leider schlagen die Nachteile etwas mehr aus, in diesem Zusammenhang. Das beginnt beim bereits erwähnten Gefühl, ungerecht behandelt zu werden. Das kann relativ schnell jeden Menschen erhaschen, denn Zweifel an den eigenen Fähigkeiten, würde heißen, Zweifel an uns selbst oder sogar an den “Lehrmeistern” zu haben, bei denen wir eben jene Fähigkeiten er- und gelernt haben. Dass wir nämlich die Schuld gerne auf andere abgeben, ist ein grundsätzliches Verhaltensmuster der Menschen der heutigen Zeit und es lässt sich leider sehr selten mit unserem Gewissen vereinbaren, dass wir eben jenen Menschen Schuld zuweisen, denen wir unser Wissen verdanken (außer wir hegen aus einem anderen Grund Groll gegen sie). So muss man die Schuld beim Schicksal suchen und sich dementsprechend herausreden.

Anmerkung des Abseudus: Die Zahlen im kommenden Absatz sind sehr, sehr grob geschätzt und basieren auf Durchschnittsrechnungen verschiedener Forschungsarbeiten.

Wie jedoch wirkt sich das jetzt auf die (Un-)Gunst der Idiotie aus? Prinzipiell erst mal gar nicht, es liegt im Moment noch immer bei allen Menschen, ein solches Schicksal erleiden zu können. Spannend wird es erst in dem Moment, in dem wir diesen Menschen nicht mehr als durchschnittlichen Denker (also gefühlte 98 % der Weltbevölkerung – ja auch ich) darstellen und auch nicht als Teil des halben Prozents (0,5 %) der Intellektuellen konzipieren, sondern als Teil der eineinhalb Prozent (1,5 %) der Menschen, die nicht richtig Denken gelernt haben. Damit meine ich jetzt nicht etwa geistig behinderte oder eingeschränkte Menschen (diese gehören zu den 98 %), sondern jene, die eigentlich voll intakte Gehirnstrukturen haben, jedoch nie gelernt haben, diese richtig zu benutzen. Diese Menschen leben, wie oben erwähnt, in allen Bevölkerungsschichten und werden nur selten aufgefangen und dementsprechend ‘unterwiesen’ – das meist nur in den oberen Bevölkerungsschichten – sondern werden einfach im Stich gelassen. Es ist der Anteil, der oftmals mit vielen Klischees behaftet wird, welche von vielen Fernsehsendern, Institutionen und (Ma)Kabarettisten nur zu gerne überspitzt zerfleischt wird.

Diese Art von Menschen können, entgegen der Behauptungen vieler Lehrer der jeweiligen Region, einfach nicht mit ihren Gedanken umgehen, da sie von klein auf eigentlich nie gefordert wurden – also durch, zum Beispiel, die Eltern, Großeltern, Verwandte – und für die auch im ‘normalen’ Kindergarten- und Schulsystem keine Zeit war, weil sie eben nie wirklich aufgefallen sind, oder Potential gezeigt hätten. Sie waren meist leicht unter den durchschnittlichen Leistungen oder sogar mehr als nur gefährdet, ein Jahr zu wiederholen. Um es in etwa auf den Punkt zu bringen, handelt es sich hierbei um den ‘klassischen’ Vollidioten oder, wahlweise, Dorfdepp, der nichts, aber auch gar nichts, auf die Reihe bringt – Interessanterweise sind es aber exakt jene Menschen, denen auswendig lernen sehr leicht fällt, dafür vergessen sie aber auch verdammt schnell. Es gibt die Theorie im Netz (mehrere Verfasser und keine wissenschaftlichen Beweise), dass das daran liegt, dass gewisse Gedankenstrukturen einfach fehlen.

Bei Soziopathen fehlen, biologisch gesehen, gewisse Verbindungsbrücken zwischen den Gehirnhälften. Dadurch sind sie nicht in der Lage, Mitgefühl zu empfinden, geschweige denn, selbst Emotionen zu entwickeln – das ist allerdings erwiesen.
Bei den weniger intellektuell Bestückten, von denen wir hier sprechen, geht die oben genannte Theorie davon aus, dass sie gewisse Denkstrukturen oder -muster nie wirklich erlernen konnten, da ihnen das nötige Training durch visuellen, auditiven oder eben audiovisuellen Input fehlt – teilweise auch Mangels Training der motorischen Fähigkeiten oder der übrigen Sinne. Dieser Theorie schließe ich mich für den Moment dieses Artikels (also nur vorläufig) an, einfach um zu sehen, wie es sich auswirkt.

Beginnen wir nun also mit der Aufstellung. Wenn sich dieser Mensch auf den Weg macht, um ein Ziel zu erreichen, wird es wohl selten ein höheres sein, als das eigene Überleben oder der eigene Vorteil. Das bewusste Verlangen nach einem Vorteil für andere wird dieser Geist nicht kennen – also eine Kleinigkeit, die er mit dem Soziopathen gemein hat. Allerdings ist das auch die Einzige, denn im Gegensatz zum Soziopathen kann der vermeintliche Idiot Gefühle und Mitgefühl empfinden, nur wird er es nicht ausleben. Steht er nun aber auf seinem Weg vor einem der Probleme, die die anderen Menschen entweder lösen können oder eben nicht, steht dieser Mensch erst Mal da und wundert sich, warum es nicht weiter geht und sagt – mehr zu sich selbst – dass es doch hier irgendwo einen Weg geben müsste.

Ich denke, ihr versteht langsam, worauf dieses Modell, diese Theorie, hinaus will und wo dieser Artikel hinführt. Da kann es jetzt natürlich auf mehrere Weisen fortgesetzt werden. Beginnen wir zunächst damit, dass die Person das Hindernis überwindet – einfach, weil wir letztes Mal auch damit angefangen haben. Will dieser Mensch also das Hindernis aus dem Weg räumen, oder sich daran vorbei mogeln, wird er relativ schnell erfolgreich sein, da das Hindernis entweder stumpf genug ist, oder er ein solches Problem schon einmal hatte. Andernfalls wird er erst einmal davor stehen bleiben. Es wird sehr, sehr selten vorkommen, dass diese Menschen enttäuscht abziehen, oder gar auf Distanz gehen, um das Problem aus der Distanz zu betrachten. Wenn nun aber kein Erfolg eintritt, werden sie Ewigkeiten da stehen können und weder glücklich noch traurig sein, sie werden in einen Trott verfallen und sich, vor dem Hindernis im Kreis bewegen. Entweder, sie bleiben hier stehen, oder jemand anderes kommt und löst ihr Problem.

Wenn sie es nicht schaffen, bleiben sie eben einfach hier und genau an diesem Punkt zeigt sich die Ungunst der Idiotie. Es geht darum, vor einem Problem zu stehen, dieses zu sehen, es aber nicht als Problem erkennen zu können. Das macht es diesen Menschen unmöglich, es zu lösen. Sie nennen es vielleicht im Gespräch mit anderen sogar ein ‘Problem’, aber sie sehen es selbst, in ihren eigenen Weltbildern nicht als ein solches an und sind damit Unfähig, eine Lösung zu finden. Die Ungunst der Idiotie, wie ich sie nenne, zeigt sich hier darin, dass diese Menschen eine Ewigkeit hier verbringen können und sich ihrer Ausweglosigkeit nicht einmal bewusst sind. Sie sind glücklich, weil sie ‘kurz’ vor einem ihrer Ziele stehen und sehen nicht, dass sie es, nach aktuellem Stand, niemals erreichen werden. Gleichzeitig ist das aber die Gunst der Idiotie, da sie eben nicht in Depressionen verfallen, sondern ausgewogen oder sogar glücklich sein werden. Was bedeutet das aber nun für sie und für den Rest der Menschheit?

Nun, einerseits bedeutet das, dass einige viele Menschen ohne großen Aufwand glücklich sein oder zumindest werden können. Andererseits kann es auch große Enttäuschung bedeuten, falls sie jahrelang vor diesem Hindernis stehen und irgendwann, schlussendlich, durchbrechen und dann feststellen, dass es gar nicht das Ziel war, dass sie sich vorgestellt hatten. Für die anderen Menschen bedeutet es wohl, dass sie anderen den Weg frei machen können und dürfen, wenn sie die Menschheit nach vorne bringen wollen, oder sie einfach versumpfen und vergammeln lassen, wenn wir als Menschheit nicht zusammenarbeiten.

Es ist dieses Mal sehr viel Vorlauf für ein sehr kurzes Thema, wie ich gestehen muss, denn es war mir sehr wichtig, euch einen gut recherchierten und strukturierten Artikel vorlegen zu können. Dementsprechend hat es auch ziemlich lange gedauert und es ist der längste, einteilige Artikel bisher. Es macht nur wenig Sinn ihn zu teilen. Falls ihr Fragen, Probleme, Anregungen, Diskussionsstoff etc. zu diesem Artikel habt, immer gerne in den Kommentaren oder via PN zB auf Sovy oder YT. Ich freue mich auf euer Feedback.

Have fun!

Philosophie der Rift

Heyho!

Es gibt schon einige Zeit den Gedanken, LoL für neue Spieler zugänglicher zu machen und dafür eine eigene Videoserie zu produzieren. Die meisten Videotutorials richten sich schließlich an fortgeschrittene bis “professionelle” Spieler und sind damit für absolute Neulinge komplett unnütz. Es wird dort immer ein Mindestmaß an Wissen verlangt, welches ein Nicht-MOBA-Spieler einfach nicht haben kann.

Daher würde ich gerne eure Meinung dazu hören/lesen. Es würde Videos mit Erklärungen zu den einzelnen Lanes/Linien geben, Item- und Rollenerklärungen sowie Champion-“Guides” für Anfänger bis Fortgeschrittene. Also die Bereiche, die eigentlich kaum erklärt werden.

Ich warte einfach Mal frei auf eure Meinung – entweder hier oder auf Facebook, Youtube, oder wo auch immer – Hauptsache, sie erreicht mich.

Have fun!